FOTOGRAFIEREN AUF DEM LKOA vs. DSGVO

Sie ist in aller Munde. Die DSGVO, sprich EU-Datenschutzgrundverordnung, wird zum 25.05.2018 das deutsche Bundesdatenschutzgesetz weitgehend reformieren und verschärfen. Sicher habt ihr durch die sozialen Netzwerke und die Medien schon davon erfahren.

Worum geht es?
Während andere, fortschrittlichere Länder wie bspw. Schweden, weitreichende Ausnahmen für Fotografen erlassen hat, glänzt unsere liebe Bundesregierung, unsere fucking “Volksvertretung”, die sog. “GroKo”, bestehend aus Lügen-SPD und Renter-CDU, mit einem: Nichts tun. Es wurde einfach alles so übernommen, wie es Brüssel diktiert hat.

Mit den weitreichenden Folgen können sich ja dann die ohnehin schon völlig überlasteten Gerichte beschäftigen, während die lieben Abmahnjuristen sich die Taschen mit der sauer verdienten Kohle der kleinen Leute vollpacken. Dafür sollte man natürlich Verständnis haben, denn Koks und Nutten, Rolex und Mercedes, Karibik und Kanzlei am Ku-Damm müssen ja auch irgendwie bezahlt werden. Nützt ja nix.

Aber genug gewettert.

Wir wollen euch hier nicht mit Juristerei langweilen. Nachlesen kann jeder im Netz. Momentan ist die Rechtslage eh völlig verwirrend und selbst Fachjuristen auf diesem Gebiet sind sich uneinig in der rechtlichen Bewertung der neuerlichen, belgischen Posse namens DSGVO. Wir warten also mal ab, was da kommen wird.

Was hat das jetzt mit Fotos zu tun?
Laut DSGVO ist das anfertigen eines digitalen Bildes eine sog. “Datenerhebung” usw. Viel bürokratischer Kram. Datenerhebung? Ja, Datenerhebung. Ein Bild sagt aus, wo die abgebildete Person gerade war, wie sie aussieht, wie alt sie ist blablabla. Daten eben. Völlig idiotischer Müll, den sich die Studierten da wieder ausgedacht haben – zumindest, wenn man es mal logisch und mit gesundem Menschenverstand betrachtet. Aber vielleicht hat sich der ein oder andere Jurist dadurch ein Guttenberg-Schawan-Preis verdient. Wer weiß das schon. (Irgendwie wettere ich noch immer. Ich kann nicht anders).

Zum fotografieren muss jetzt JEDER um Erlaubnis gefragt werden, sofern nicht berechtigte Interessen entgegenstehen oder er / sie sein Einverständnis konkludent (also durch aktives Tun) erklärt. Das kann auch dadurch passieren, das man bewusst ein Areal wie das LKOA-Festivalgelände betritt obwohl man genau weiß, dass dort fotografiert und gefilmt wird. Und das wird bei uns passieren.

Wir haben diesbezüglich auch schon was vorbereitet und einen entsprechenden Plan in der Hinterhand. Ihr werdet es deutlich und von weitem schon erkennen.

Dennoch auch an dieser Stelle der unmissverständliche Hinweis an euch alle:

Festival- und Konzertbilder gehören für uns wie auch für alle anderen Veranstalter dazu. So sehen es auch die meisten Fans und Besucher, wenn nicht sogar alle Besucher und Metalheads.

Bei uns auf dem Los Krachos Benefiz Metal Open Air wird definitiv fotografiert und gefilmt.

Wer nicht damit einverstanden ist,

1.) bewusst oder unbewusst auf einem Bild abgelichtet zu sein und zwar
2.) einzeln, oder
3.) in Gruppe, oder
4.) in einer Menschenmenge, oder

5.) gefilmt zu werden,

der darf, kann und sollte das Gelände des Los Krachos Benefiz Metal Open Air

nicht betreten!

Mit dem Zutritt auf unser Gelände, stimmst du konkludet zu, das du dich mit Bild-, Film- und Tonaufnahmen ausdrücklich einverstanden erklärst.

Näheres dazu findest du auch in der Datenschutzerklärung auf unserer Website.

Aber mal ehrlich: Was ist denn so schlimm daran, fotografiert und/oder gefilmt zu werden?

Greetz,
Dreas Kah